Aucklands Wasserfront putzt sich heraus

Wenn man am Niederrhein zum Spaten greift und sich einmal mitten durch die Weltkugel gräbt, kommt man in Auckland in Neuseeland wieder an die Oberfläche. Hier weht ein frischer Wind durch die breiten Straßen, die alle hügelabwärts zum Hafen zu führen scheinen. Die größte unter ihnen ist die Queen Street – auf ihren Bürgersteigen mischen sich deutsche Rucksacktouristen mit Reisenden aus allen Kontinenten.

Schicke Yachten liegen in Aucklands Hafen vor Anker.

Schicke Yachten liegen in Aucklands Hafen vor Anker.

Auch wenn sie an den entgegengesetzten Teilen der Welt liegen und die Uhren zwölf Stunden Zeitunterschied zeigen (Nacht und Tag tauschen quasi ihren Platz), so haben Düsseldorf und Auckland einiges gemeinsam: Überall scheint ein gutes japanisches Sushi-Restaurant an der nächsten Ecke zu liegen – und der Hafen ist auch in Auckland auf dem Weg, ein echtes In-Viertel – ähnlich wie der Medienhafen – zu werden. Die Wasserfront der Stadt am Hauraki-Golf bekommt derzeit ein neues Gesicht: Alte Bootshäuser am Kai haben sich in schicke Cafés und Restaurants verwandelt, in denen Thai-Currys oder Meeresfrüchte-Menüs angeboten werden.

Eine Brücke führt ins neue In-Viertel am Hafen.

Eine Brücke führt ins neue In-Viertel am Hafen.

Mit der Bahn durchs Wynyard-Quarter...

Mit der Bahn durchs Wynyard-Quarter…

Gleich nebenan kann man im Fischmarkt die frischesten Austern kaufen und ein paar Schritte weiter stehen ehemalige Silos, neben denen jetzt elegante Yachten anlegen. Wynyard Quarter (www.wynyard-quarter.co.nz) heißt das aufstrebende Viertel, früher der Marine sowie der Industrie vorbehalten und nur für Matrosen und Fischer zugänglich, heute die Attraktion für Gäste wie für Einheimische. Dafür gab es schon internationale Landschaftsarchitektur-Preise und man kann den gesamten Komplex von einer alten Straßenbahn aus besichtigen.

Wo früher nur Matrosen oder Fischer Zutritt hatten, wachsen jetzt Bürokomplexe und Restaurants in die Höhe.

Wo früher nur Matrosen oder Fischer Zutritt hatten, wachsen jetzt Bürokomplexe und Restaurants in die Höhe.

Eine eigene städtische Agentur kümmert sich um Entwicklung und Ausbau des 37 Hektar großen Quartiers, das seit vier Jahren nach und nach erschlossen wird. Das Viaduct Events Centre mit 600 Quadratmetern Ausstellungsfläche für Messen steht schon, ein Hyatt-Hotel soll demnächst gebaut werden, Bürogebäude wachsen empor… leben und arbeiten im Hafen, das kommt uns bekannt vor. Auch wenn die feudalen Yachten, die hier vor Anker liegen, eher an St. Tropez erinnern. Aber schließlich sind wir in Auckland, Neuseelands größter Stadt mit rund 1,4 Millionen Einwohnern, nicht am Rhein oder an der Cote d’Azur, sondern direkt am Pazifischen Ozean, der von vielen Einheimischen fleißig mit ihren Segelschiffen oder mit einer der regelmäßig verkehrenden Fähren befahren wird. Und sei es auch nur, um zu den Stränden der nahe gelegenen Inseln mit vulkanischem Ursprung zu schippern, oder um auf der Weininsel Waiheke ein Glas Sauvignon blanc zu trinken…

Natascha Plankermann

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