An Bord der Bounty zu den Yasawas

Der Katamaran braust mit weißer Bugwelle durchs azurblaue Wasser, einheimischer Chorgesang vom Band soll die Passagiere entspannen…

…und doch hängen alle wie gebannt an der Reling, Blicke und Kameralinsen voraus: die erste Insel scheint wie eine Fatamorgana auf Wellen heranzuschwimmen. Sie besteht nur aus weißem Strand, Palmen, Hütten…. kleine, knatternde Transportboote flitzen heran, um die Gäste und die bestellten Lebensmittel an Land zu bringen, die der Katamaran ihnen frei Insel liefert.

Trauminseln - die Fidschis.

Trauminseln – die Fidschis.

Wir stellen uns vor, wie ein ähnlicher Anblick die Mannschaft der Bounty vor mehr als 220 Jahren fasziniert haben muss. Wobei die Einwohner die englischen Seeleute damals vermutlich als willkommene, überraschend herangesegelte Leckerbissen betrachteten, die sie mit ihren Booten als Vorrat heimrudern konnten. Denn auf den Yasawas, einer Gruppe der rund 332 Inselchen der Fijis, wohnten Ende des 18. Jahrhunderts noch Kannibalen.
Das wusste Kapitän William Bligh, der die Inseln 1789 für Europa entdeckte. Er wurde von seiner meuternden Mannschaft mitsamt 18 Getreuen vor Tofua einer Barkasse ausgesetzt, die nicht einmal acht Meter maß. Hunger und Durst plagten Bligh und die anderen, dennoch trauten sie sich Tag und Nacht nicht an Land, um nicht im Kochtopf zu landen.

Auf den Inseln erwartet ein Empfangskomitee die Besucher...

Auf den Inseln erwartet ein Empfangskomitee die Besucher…

Bligh notierte aufmerksam die Gefahren für die Schifffahrt, den Inseln, Riffen und Felsen, weshalb die Region zwischen Vanua Levu und den Yasawas heute unter Hochseeseglern „Bligh Water“ heißt. Von Blighs Erfahrungen profitiert der Kapitän der Katamaran sicherlich noch immer… und die heutigen Reisenden haben das Glück, dass auf den Inseln inzwischen in Kokosmilch eingelegter Fisch (Kokoda) dem Menschenfleisch beim Dinner vorgezogen wird.

Natascha Plankermann

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