Eva B. – bald wieder in der Bay…

Sie heißt Eva B. und muss rundum aufgehübscht werden. Ihre besten Zeiten erlebte sie in den 1930er Jahren, als der Auswanderer Menotti Pasquinucci sie nach dem Vorbild der Fischerboote aus seiner italienischen Heimat baute. „Ob ich den Snapper vor Sizilien oder vor San Francisco aus dem Wasser hole – egal, das Schiffchen kann ja gleich aussehen“, wird er sich wohl gedacht haben, als er den Auftrag bekam, Eva B. zu konstruieren. Doch so brav diese sicher häufig schon vor Morgengrauen auf den Wellen des Pazifik ihre Dienste tat, so verzogen und abgenutzt war das Holz ihres Bugs dann irgendwann.

Der Fischerkahn Eva B. wird von Freiwilligen liebevoll wieder hergerichtet.

Der Fischerkahn Eva B. wird von Freiwilligen liebevoll wieder hergerichtet.

Deshalb wurde Eva jetzt in einem Häuschen auf dem Pier der historischen Schiffe am Rande des Bays von Frisco „aufgebockt“. Freiwillige kümmern sich derzeit liebevoll in ihrer Freizeit um sie. Und ein Gutteil des brasilianischen Holzes, aus dem sie ursprünglich bestand, wird bei der Renovierung wieder verwendet. Ein erfahrener Bootsbauer leitet die Hilfskräfte an. „Fünf Jahre hat es gedauert, jetzt strahlt der Fischerkahn bald wieder in altem Glanz“, erzählt er mir. Derweil werden nebenan vorsichtig extra zugeschnittene Keile in Evas Seitenwände getrieben, um diese sicher zusammenzuhalten. Denn der Stapellauf steht kurz bevor.

Am Pier der historischen Schiffe in San Francisco liegt die Balclutha vor Anker.

Am Pier der historischen Schiffe in San Francisco liegt die Balclutha vor Anker.

Herkules wurden zu Zeiten der Dampfboote offenbar sagenhafte Kräfte zugeschrieben...

Herkules wurden zu Zeiten der Dampfboote offenbar sagenhafte Kräfte zugeschrieben…

Am Pier der historischen Schiffe liegen noch einige andere „Schätzchen“ vor Anker – wie das Segelboot Balclutha und Hercules, das Dampfboot. Immer einmal wieder ist’s nötig, dass eins im Trockendock generalüberholt werden muss.

Wie früher die Matrosen: Kinder lernen, ein Rettungsboot empor zu ziehen.

Wie früher die Matrosen: Kinder lernen, ein Rettungsboot empor zu ziehen.

Doch es geht auch darum, maritimes Wissen zu erhalten und weiterzugeben: Ich sehe Kinder, die gemeinsam ausprobieren, wie Matrosen früher mit vereinten Kräften hölzerne Rettungsboote zu Wasser ließen. Und ein paar Schritte weiter lernt man, welche Art von Seemannsknoten wie und zu welchem Zweck geknüpft werden. Das kann künftigen Kapitänen von Eva B. auch nur nutzen…

Natascha Plankermann

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