Natur oder Park?

Die Weite des Death Valley, die lichte Höhe des riesigen Felsens El Capitan im Yosemite Park, die majestätische Weite des Grand Canyon – wir entdecken sie in den berückenden Naturparks Californiens und Nevadas.

Die Amerikaner haben darin ein beeindruckendes System ausgeklügelt, um der Touristenströme Herr zu werden: Pro Auto und Insassen wird eine „Fee“ von 20 bis 25 Dollar erhoben, meist von einem Ranger am Parkeingang, man kann sie aber auch vorher am Automaten zahlen. Dann werden alle Touristenfahrzeuge in einem festgelegten Straßensystem zu diversen Parkplätzen und Besucherzentren gelenkt. Von dort aus soll man sich dann zu Fuß oder mit dem Shuttlebus aufmachen. Breite Wege, die meisten sogar für Behinderte geeignet, führen zum Beispiel im Yosemite Park zu den sonnenbeglänzten Wasserfällen. Wer dort über Felsen neugierig näher klettern will, kann das zwar tun, wird aber auf diversen Tafeln gewarnt  – es kann gefährlich werden.

Der Blick ins Yosemite Valley ist seit Jahrhunderten unverändert.

Der Blick ins Yosemite Valley ist seit Jahrhunderten unverändert.

Scheinbar unendliche Weiten - Death Valley.

Scheinbar unendliche Weiten – Death Valley.

Überhaupt, die Tafeln. Es gibt jede Menge davon. Sie erläutern zum Beispiel die Herkunft des Wassers in den Fällen (Schmelzwasser eines früheren Gletschers) und weshalb es im Winter spärlicher sprudelt als im Frühjahr. Hinweisschilder, die in sehr einfacher Sprache nahe liegende Fragen der Gäste beantworten. Am Grand Canyon folgen wir dem „Trail of time“, auf dem alle paar Meter mächtige, schön gezeichnete Felsbrocken in unterschiedlichen Farben liegen. Wir erfahren, wie lange die Natur braucht, um Sandsteine (etwa 500.000 Jahre) oder Granit (etwa 1.500 Millionen Jahre) zu „backen“.

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Abendstimmung im Yosemite Park.

 

Die Straßen und Pfade in den Nationalparks erlauben allerdings keine Extratouren, immer wieder wird man zum gleichen Punkt und letztlich zu einem der Ausgänge zurück geführt – damit die Natur größtenteils unberührt bleibt. Manche Zugänge sind derzeit auch gesperrt – denn es ist ja Winter und normalerweise liegt mannshoch Schnee. Wir erleben die Parks indes im heitersten Licht und bei Temperaturen von um die 20 Grad in der Sonne.

Im Winter sprudelt das Wasser in den Yosemite-Fällen spärlicher.

Im Winter sprudelt das Wasser in den Yosemite-Fällen spärlicher.

„Das ist wie im Oktober“, sagen staunend die amerikanischen Paare, die wir auf unseren Spaziergängen treffen. Fast könnte man überlegen, eine Nacht in einem der Camps oder Zeltstädte zu verbringen, die es etwa im Curry Village im Yosemite Park gibt… wenn das Thermometer dann nicht doch unter Null Grad sinken würde. Lieber schwupps unter die Decke eines der beiden Queensize-Betten im Motel geschlüpft….

Natascha Plankermann / Gabriele Brähler

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